Im Dezember vergab der Stadtrat mit 29 von 30 Stimmen einem Projektauftrag für ein Eichwaldbad mit einem naturnahen Strandbad, was nichts anderes als den Abriss der bestehenden Becken bedeuten würde. Auf einmal wird nun im Wahlkampf allenthalben zurückgerudert. An dem nicht einmal drei Monate zurückliegenden Beschluss will keiner mehr beteiligt gewesen sein. Trotzdem nehmen die Parteien bei diesem für Lindau extrem wichtigen Thema nicht detailliert Stellung  und erklären, wie das Eichwaldbad in Zukunft nach ihren Plänen aussehen soll. Wir als Junge Alternative wollen hier jedoch genauer Position beziehen. Nachdem das Verfahren für eine Therme mit angemessenem Sportbad im vergangenen Jahr verfrüht und ohne greifbares Ergebnis abgebrochen wurde, halten wir ein Kombibad im Eichwaldbad für die sinnvollste Lösung. Dieses kommt den Bedürfnissen der Lindauer Bürger am nächsten und verspricht im Vergleich zum Weiterbetrieb des Limare erhebliche Einsparpotentiale.

 

Daher stellen wir uns das Eichwaldbad mit seinen großen Außenbecken ergänzt um ein Zweckhallenbad mit angeschlossener Saunalandschaft (mit Seezugang) als sinnvolles Badeangebot vor. Besonders attraktiv wird das Angebot durch die von uns beabsichtige Umgestaltung des bestehenden mittleren Freibadbeckens hin zu einem Alljahresbecken, welches im Sommer für das Freibad genutzt und im Winter vom Hallenbad aus erreicht werden kann.

 

Diese Pläne bieten für uns folgende Vorteile:

 

  • Attraktiveres Angebot, welches sogar höhere Besucherzahlen erwarten lässt und damit verbesserte Einnahmen
  • Durch den Hallenbadneubau einen geringeren Energieverbrauch
  • Nutzung der Abwärme der Eisbahn im Wert von ca. 20000 bis 30000 Euro pro Jahr
  • Durch die Bündelung der Bäder an einem Standort erwarten die Bäderbetriebe nach eigener Aussage eine Personaleinsparung zwischen 20 und 30%.
  • Geringere Wasserfläche (mindestens 200 qm weniger) zur Unterhaltung und Beheizung als im Bestand und trotzdem besseres Angebot für die Besucher
  • Einsparung durch die Vorhaltung nur einer Ganzjahresrutsche, welche im Sommer vom Freibad- und im Winter vom Hallenbad aus genutzt werden kann. (Statt heute zwei in Eichwaldbad und Limare)
  • Zu erwartende Erlöse aus dem frei werdenden Grundstück des Limare
  • Schaffung eines sinnvollen Parkkonzeptes, welches dann auch Einnahmen verspricht
  • Saunaangebot mit Seezugang, welches auch nach Aussage der Stadtwerke Gewinne erwarten lässt
  • Kostengünstiger Hallenbadbau ohne die beabsichtige teure Funktion eines zu öffnenden Daches 
  • Der gewünschte Stadtbusanschluss ist problemlos durch eine Busschleife vor dem neuen Eingang des Bades möglich

 

Die Investitonssumme für die Instandsetzung des Freibades sowie der Technik für die Eisbahn beträgt laut Stadtwerke 3,3 Mio. Euro. Für den Bau des Zweckhallenbades mit vergrößerten Umkleiden für das Freibad veranschlagen wir marktgerechte 10 Mio. Euro. Die Finanzierung der Sauna als auch die Umsetzung eines Parkplatzkonzeptes ist aus den zu erwartenden Einnahmen möglich. Aus beiden Investitionen sind sogar noch höhere Einnahmen zu erwarten, als für deren Finanzierung zu erwarten sind. Daher senken diese Bereiche die im Hallen- und Freibad unzweifelhaft anfallenden Verluste.

 

Der Plan ist im Vergleich zum heutigen Bestand nahezu flächenneutral, was aufgrund der Lage im Landschaftsschutzgebiet sinnvoll ist. Darüber hinaus kann die durch den Bau des Hallenbades verlorene Liegefläche durch die teilweise Hinzunahme des dann autobefreiten Eichenhain ausgeglichen werden.

 

Mit diesem Konzept möchte die Junge Alternative die nötigen Einsparungen bei den Bädern erreichen, ohne dass das Angebot für die Lindauerinnen und Lindauer sowie unsere Gäste an Attraktivität verliert.

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